Figures

Figures

Released in March 2014.
Available on Compact Disc.


Tracks

01 Whiteout
02 Esc
03 Fireman
04 Against All Odds
05 Gates of Winter
06 Hamburg
07 Windmills
08 The Morning After
09 End

Video «Whiteout»



From Aber das Leben lebt Figures
Figured out by Aber das Leben lebt: Martin Wiesbauer, Florian Emerstorfer, Ralph Wakolbinger and Wolfgang Wiesbauer.
Cello by Laura Pudelek.
Video Idea and Realization: Birgit Scholin
Editing: Badri Skhirtladze
 

Press Release

(English version coming soon.)

Figures ist das achte Album von Aber das Leben lebt – das alleine ist schon ein erstaunlicher Erfolg für eine Band, die jeder falschen Umarmung und allen bauernschlauen Großfestival-Betreibern immer aus dem Weg gegangen ist und genau deswegen immer relevant war. Die ihren Stil gefunden hat, bevor Songwriten zur Trendsportart wurde, und die wohl auch noch da sein wird, wenn alle anderen weg sind. Aber das Leben lebt ist der Glücksfall einer Band, die ihre Lieder ernst nimmt, aber sich selbst nicht zu sehr, eine Band, die über die Jahre ein eigenes Vokabular aufgebaut hat, eine Geschichte und ein Geschichtsbewusstsein.

Früh hat sich die Band den Ruf verschrobener Eigenbrötler mit ausgeprägter Todessehnsucht eingehandelt. Soll Schlimmeres geben. Wer die Band allerdings in den letzten Jahren auf ihren Tourneen mit Naked Lunch, mit Kreisky, als Backing-Band von B. Fleischmann oder auf ihrer Split-Single mit Gustav gehört hat, der hat auch eine der ausdefiniertesten und sublimsten, ja: Popgruppen Österreichs gehört. Weil sie es nicht nur verstehen, zum Jammern in die tiefsten Täler zu gehen sondern sich auch in Höhen schwingen können wie nur wenige Bands, zu Momenten großer Euphorie. Zu jenen Momenten, derentwegen man überhaupt Musik hört. Die Erfolge von Aber das Leben lebt sind nicht in Verkaufs- und Klickzahlen zu messen. Man misst sie in Gänsehäuten und aufgestellten Rückenhärchen.

Figures ist eine musikalische, eine im besten Sinne handwerkliche Platte. Lieder, in denen Gestalten, Schatten und Standbilder durch die Nebel und Zeiten der musikalischen Figures, der aus dem (un-)bewussten Archiv der Musikgeschichte aufsteigenden Verzierungen, Stilfiguren und Muster, irren. Sie handelt vom Davonlaufen (»Esc«) und vom Doch-Nicht-Davonlaufen (»Against All Odds«), vom Hinfallen (»Fireman«) und vom Weiterstolpern (»Windmills«), von der Entfremdung (»Hamburg«) und den beiläufigen Erlösungsmomenten, die ihr entgegenwirken (das überraschend leichte »End«). Im Opener »Whiteout« gibt man sich der Utopie eines lauschigen Plätzchens im apokalyptischen Chaos hin, im Erich Kästnerschen Sinn des zum-Weltuntergang-Nicht-Hingehens, und der Text des Metastückes »Gates of Winter« verweist überhaupt auf die Themen der anderen Lieder von Figures und knüpft so alte Fäden zusammen und legt neue Fährten.

Aber das Leben lebt erfinden sich auf Figures nicht neu – wie ja das zwanghafte »Neuerfinden« mittlerweile ohnehin zum Pop-Klischee geronnen ist – als Edel-Lied-Manufaktur machen sie ihr Ding nach allen Regeln ihrer ureigenen Kunst, und das mit jedem Album besser, präziser, wirkungsvoller.

Figures erscheint am 21. März 2014 auf Trauerplatten im Vertrieb von Trost Records.


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